Artikel-Schlagworte: „Veröffentlichung“

Premiere Workshopfilme feat. KinnO

Donnerstag, 5. Januar 2012

Dass Workshopfilme durchaus erfolgreich sein können, wenn man sie bei YouTube veröffentlicht, zeigte uns Ende 2011 die Speed-Doku „Chemnitz – Auf eigene Gefahr!“. Es gab einige tausend Klicks sowie einige „Daumenhoch“ und noch mehr „Daumenrunter“. Da sieht man, dass das bloße Aufzeigen und Aufzeichnen Chemnitzer Orte unter dem Motto „Hier!“ für heftige Reaktionen sorgen kann.

Bei unserer letzten Workshopreihe „Push the button!“ (im Herbst/ Winter 2011) stießen wir an drei verschiedenen Orten auf Menschen, die gern hinter die Kulissen blicken und gern provozieren. Manche von ihnen kannten wir schon 😉 und sie uns. Andere lernten wir erst kennen und ließen uns von ihren Ideen überraschen. Z.B. gibt es einen grandiosen Effekt, wenn man den Kopf verkehrt herum in die Kamera hält und sich das Kinn wie ein Gesicht schminkt (mit Augen, Nase etc.), wenn aber dieses Gesicht dann auch noch zu reden anfängt? Leute vergesst alles, was ihr bei youtube darüber gesehen habt – hier wurde eine ganzes Show mit Kinngesichtern für Euch auf die Beine gestellt. It“s not Kino – it“s „KinnO“.

Zur „Push the button!“-Kurzfilmschau laden wir alle herzlich ein.

Haus Arthuram: Donnerstag, den 26. Januar 2012
um: 18 Uhr
im: Haus Arthur, Hohe Str. 33, Chemnitz/ Kaßberg

Folgende Filme werden erstmalig gezeigt:

Lesecafé der etwas andere Imagefilm
stehenbleibenfreiheitDoku zum inneren Schweinehund an der Ampelkreuzung, inkl. Interviews mit Chemnitzern
Rumgeistern, Schlägerei und Überfall – eine Slapstick-Trilogie
Familienleben – ein Improvisationskleinod und Kurzkammerspiel
Berta & Bruno – eine bittere LoveStory mit Fotomasken
Und dem KinnO Programm mit:
Kinn am Mittag, der Ahmed & Kermet Show, Werbung und dem Filmtrailer Absolut verboten

Kinn am Mittag

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Euch.
Eure BINARIOS

Ergebnis der Workshopwoche in Sachsenburg

Montag, 22. August 2011

Einen Film drehen zum KZ Sachsenburg, das soll Spaß machen? Wie kann das sein? Darf das überhaupt sein? Muss es nicht darum gehen, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken?

Was heißt hier „Spaß“? Wenn man gemeinsam über verrückte Filmideen lacht oder über komische Situationen beim Dreh, vergisst man dann völlig, dass man sich auf dem Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers befindet? Nein, im Gegenteil, keine makabren Scherze! ?Spaß? meint die Art, wie man sich gemeinsam in der Dunkelheit bewegt, dabei wird viel und auffällig laut geredet, gepfiffen sogar. Es geht darum, Spannung abzubauen sobald aus der Schattenwelt die ersten Umrisse, die ersten Spuren auftauchen und man enger zusammenrückt. Niemand von uns wäre wohl allein so weit gegangen, aber zusammen wollen wir herausfinden, was sich im Dunkel der Geschichte verbirgt.

Jetzt ist die richtige Zeit, denn jetzt ist draußen Tag. Auf die Nacht will keiner von uns warten und so wird auch nicht viel geschlafen auf dem Scheunenboden oder in den Zelten jenseits des KZ-Geländes. Lieber sitzen wir am Lagerfeuer mit der Gitarre und erzählen. Auf unserer Reise durch die Vergangenheit gedenken wir der Opfer, damit wir selbst nicht zu Opfern werden oder zu Tätern. Aber für uns ist die Geschichte auch spannend. Wir können es wagen, neugierig zu sein, wenn wir uns auf uns verlassen, wenn wir zum Gegenteil dessen werden, das hier seine Spuren hinterlassen hat.

Der Zwangsarbeit setzen wir die selbstbestimmte Kunst entgegen. Aus Werkzeugen des Terrors machen wir Mittel zu Verständigung, das gilt für Hammer und Meisel ebenso wie für Mikrofon und Kamera. Unser Film soll kein Propagandafilm sein, er soll die Brüche zeigen, jene Möglichkeiten zum Einstieg, welche Geschichte, Gegenwart und Zukunft ineinander erzeugen zwischen Tourismus und Terror, Geld und Gedenken, Parkplatz und Prügelbock, Faschismus und Fahrradtour, Fabrik und Folterkeller, Zelten und Zwangsarbeit, Schrecken und Spaß.

MEHR: Projekthomepage „Selbstauslöser“

Unverhofft

Sonntag, 27. März 2011

communication-is-key

Da sind fast vier Jahre vergangen, seitdem wir unseren Aufsatz „Communication ist key“ im Sammelband „Russische Ansichten – Ansichten von Russland“ veröffentlichen konnten und dann plötzlich, ganz unverhofft, erreicht uns die Buchrezension von Evgenia Grishina. Nur soviel: Ihr gefiel unser Text. Ihre genauen Worte hier wiederzugeben, dafür sind wir natürlich zu bescheiden. Wiederum sind wir unbescheiden genug, um unsere Freude öffentlich auszudrücken und einen – eben diesen – Blogeintrag zu verfassen. Bedanken wollen wir uns: zuerst bei Frau Prof. Mehnert für die Zusendung der Rezension und bei der uns unbekannten Rezensentin. Danke für Ihre Anerkennung.

Rezension:
Evgenia Grishina: Rezension von Elke Mehnert (Hg.): Russische Ansichten – Ansichten von Russland. Festschrift für Hugo Dyserinck. Frankfurt a.M., Berlin, Bern u.a. (Peter Lang) 2007. In: Komparatistik. Jahrbuch der deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft / Komparatistik: 2008/2009. Hrsg. von Achim Hölter. 1. Aufl. S. 264 – 267.

Unsere Publikation:
Communication is key – Imagologische Interpretation des Films Birthday Girl„. In: Elke Mehnert (Hg.): Russische Ansichten – Ansichten von Russland. Festschrift für Hugo Dyserinck. Frankfurt a.M., Berlin, Bern u.a. (Peter Lang) 2007. S. 175 – 196.

Dies ist nicht länger ein Ort

Montag, 24. Januar 2011

rebazu Letztes Jahr hat die kommunale Gebäudewirtschaft in Chemnitz das Kulturzentrum Reitbahnstraße 84 geschlossen. Begründung: Sie wollte was Eigenes machen! In unserem neuen Film kannst Du/ könnt Ihr sehen, was bis jetzt daraus geworden ist.

YouTube

DVD gibt den Ton an!

Dienstag, 7. Dezember 2010

cover_tonfilmDas Jahr neigt sich dem Ende und wir können ein erfreuliches Ereignis ankündigen: Der „TONFilm 1 – jung zu alt zu jung“ erscheint auf DVD. Link zur Homepage

Vor dem endgültigen Triumph der fahlen Videodatei erweisen wir der großen, alten, aber nach wie vor glamourösen Silberscheibe unsere Referenz. Wir haben keine Mühen gescheut und ein achtseitiges Superbooklet (u.a. mit einem poetischen Gedankenstromtext von Jens Kassner) sowie 44 Minuten Filmmaterial dazu gepackt:
So gibt es Interviews mit den Workshopleitern und zwei Projektteilnehmern. Da bekommt Ihr Einblick in die Herstellung der keramischen Plastiken, den Kulissenbau und die Animationsfilmarbeit, zudem wird der thematische und künstlerische Anspruch des generationsübergreifenden, experimentellen Vorhabens umrissen. Als Zuckerl gibt es eine Trailershow zu anderen BINARIO STERN – Produktionen.