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Von der Kurzprosa zum Kurzfilm

Dienstag, 13. November 2012

So, dieses Semester haben wir die Uni Bielefeld wieder fest in unser Fadenkreuz genommen.
unibielefeld2011 Obwohl das, was ihr da am Gebäude seht, gar kein Fadenkreuz ist, sondern bei genauerem Hinschauen?
unibielefeld2011_2 … soll das wohl eher eine Art Schiffsschraube sein. Die Uni als Dampfer also – kein schlechtes Bild! Wenn in den Untiefen der Finanznot die Drittmittelwellen an den Bug klatschen, da muss man erstmal Kurs halten können hinaus in die unendlichen Weiten. Wir sitzen doch alle in ein und demselben Boot und uns gefällt das Konzept eines gigantischen universellen Gebäudes, das da in Bielefeld gefahren wird. Hier können sich die Wissenschaftler aus den verschiedenen Bereichen über den Weg laufen, sich von ihren Entdeckungen erzählen. Deshalb dreht sich in unserem Seminar, nachdem es letztes Mal um Lyrik und Film ging, nun alles ums filmische Erzählen. Die Studierenden sind schon munter bei der Arbeit und suchen zusammen mit ihrem Literaturwissenschaftsdozenten Mr. Graner nach geeigneten Texten für eigene Kurzfilme, die wir dann mit ihnen drehen werden.

WS 2012/13 Universität Bielefeld
Seminar: Von der Kurzprosa zum Kurzfilm
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Modul: Praktische und interdisziplinäre Studien

Mit der Renaissance des Film Noir spätestens seit „Sin City“ ist die Erzählerstimme wieder gängiges Gestaltungsmittel im zeitgenössischen Film. Als solches stellt sie einen starken Bezug zu literarischen Traditionen her und wirkt vielschichtig. Nicht zuletzt wird sie benutzt, um zusätzliche Zeitebenen einzuführen und Spielfilmen eine prosaisch-epische Dimension zu verleihen. Wie aber lässt sich die Erzählerstimme für den Kurzfilm einsetzen, kann sie hier die gewohnte Wirkung entfalten oder sorgt sie für spannende Verfremdungseffekte? Dieser Fragestellung nachgehend soll im Workshop mit der Erzählerstimme experimentiert werden. Beim Spiel mit den verschiedenen Artikulationsweisen, mit Lautstärke, Intensität und Tempo eignen wir uns kurze Erzähltexte an. Dazu konzipieren und realisieren wir filmische Szenen. Von der Konzeption über die Aufnahme bis zum Schnitt wird die Produktion der Kurzfilme technisch und künstlerisch angeleitet.

Web-Video-Workshop in Sachsenburg (bei Frankenberg)

Freitag, 24. Juni 2011

8. – 13. August 2011
Für Jugendliche und Multiplikator_innen
Ab 18 Jahren
Max. Teilnehmerzahl: 12
Workshoport: Fabrikgelände an der Zschopau (Sachsenburg)
Übernachtung: im Mittelalterlichen Dorf auf dem Bleiberg (Sachsenburg)
Anmeldung: bis 15. Juli 2011
Ein Projekt in der Trägerschaft des Kreisjugendring e.V. kjr_logo_web

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Buchenwald – Dachau – Ravensbrück – diese Orte sind bekannt, aber Sachsenburg? Hier befand sich eines der ersten KZs überhaupt, direkt „vor unserer Haustür“. Das Gelände des ehemaligen KZ Sachsenburg ist kein Museum und keine herkömmliche Gedenkstätte, sondern ein Raum, der noch unbestimmt ist: ein leeres Fabrikgelände. Dort wollen wir den Spuren der Vergangenheit nachgehen.

Im Rahmen des Sommercamps „Selbstauslöser“ geben wir in unserem Workshop eine praktische Einführung ins Thema „Web-Video“ von der Konzeption über die Aufnahme bis zur Veröffentlichung. Gemeinsam produzieren wir in dieser Zeit kurze Video-Clips für die Verbreitung im Internet (vor allem für die Projekthomepage). D.h. kurze Filme, die sich mit der Geschichte und den aktuellen Vorgängen vor Ort beschäftigen. Das große Ziel ist es, Skurriles, Verschwundenes und Entstehendes fesselnd aufzubereiten.

Das Sommercamp findet vom 8. bis zum 14. August 2011 statt, unser Workshop von Dienstag bis Freitag (9. – 12. August 2011). Da wir nun schon öfters gefragt wurden, ob man auch mitmachen kann, wenn man nicht die ganze Woche Zeit hat. Hier unsere Antwort: Wenn ihr an zwei Workshoptagen mitmachen könnt, dann lohnt es sich. Im Anmeldeformular gibt es auch ein Feld, in dem ihr eine Notiz hinterlassen könnt, wieviele Tage ihr am Workshop teilnehmen könnt.

Jetzt dürft ihr nur nicht das Anmelden vergessen! 🙂

Wir freuen uns auf euch!
Eure BINARIOS

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Alle Infos zum Sommercamp „Selbstauslöser“ und zum Verschicken an Freund_innen hier als pdf.
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Zwei Wochen an der Uni Bielefeld – ein Fazit

Sonntag, 20. Februar 2011

Wir haben die Produktion von vier Filmen betreut und dann ist noch ein Film ganz ohne unser Zutun entstanden. Wenn das mal keine Erfolgsgeschichte ist…

Ob das ein Rekord ist und ins Guinnessbuch gehört, sei dahingestellt. Klar ist nun aber, dass diese zwei Wochen von uns in die persönliche Highlight-Liste aufgenommen werden, denn es entstanden fünf Filme – Poetryclips, um genauer zu sein – die viel stärker sind, als so vieles Etablierte.
Für uns hat sich gezeigt, dass die Geisteswissenschaft ein Medium wie den Film braucht, auch um Studierende zusammen zu bringen, um eine gemeinsame Praxis zu entwickeln. Wir sind stolz auf die zwei Wochen kollegialer Zusammenarbeit der SeminarteilnehmerInnen: Lena, Miriam, Tabea, Valerie, Susan, Lina, Karin, Lisa-Marie, Paul, Eric, Johannes, Philipp, André, Nils, Dennis, Ricardo und die ganze Gruppe „Im Nebel“ (die selbständig ihren Poetry-Clip produziert hat) und wir bedanken uns bei Euch allen für die Herzlichkeit, die ihr uns entgegen gebracht habt und besonders für Euren Enthusiasmus, mit dem ihr bei der Sache wart. Unser besonderer Dank gilt Lutz/ Herrn Graner für die Organisation und Leitung des Seminars.

Die Poetry-Clips entstanden im Rahmen des Seminars „Lyrik und Film II“ zu folgenden Gedichten:

E.A. Poe "Der Eroberer Wurm"zweisegeleingleicheszweibrudernebel

Conrad Ferdinand Meyer „Zwei Segel“
J.W. Goethe „Ein Gleiches“
E.A. Poe „Der Eroberer Wurm“
Heinrich Heine „Zwei Brüder“
Hermann Hesse „Im Nebel“