Archiv für August 2011

EINLADUNG zur Premiere

Mittwoch, 24. August 2011

der Krimi-Comedy-Soap ?friss und stirb?
am Sa, den 10. September 2011
plakat_svo11_heckert
Von den Machern der bekannten Heckert Soap 2010 kommt jetzt ein neues Spektakel der Unterhaltung. In satten 15 Folgen präsentiert sich die aktuelle Krimi-Comedy-Soap rund um den verrückten Todesfall im Bistro ?Zauberhaft?.

Specials: Making of, Musikvideoclip & Darstellergespräch

Veranstaltungsort:
Café 614
(im VZ gegenüber vom Schlecker)
Alfred-Neubert-Str. 17
09123 Chemnitz

Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei

Inspiration im Alltag
Was gibt es Interessanteres als einen Kriminalfall im eigenen Kiez? Da kann spekuliert werden über Opfer, Täter und Umfeld; so auch eine Seniorin aus Makersdorf. Wir trafen sie bei Außenaufnahmen. (mehr …)

Ergebnis der Workshopwoche in Sachsenburg

Montag, 22. August 2011

Einen Film drehen zum KZ Sachsenburg, das soll Spaß machen? Wie kann das sein? Darf das überhaupt sein? Muss es nicht darum gehen, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken?

Was heißt hier „Spaß“? Wenn man gemeinsam über verrückte Filmideen lacht oder über komische Situationen beim Dreh, vergisst man dann völlig, dass man sich auf dem Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers befindet? Nein, im Gegenteil, keine makabren Scherze! ?Spaß? meint die Art, wie man sich gemeinsam in der Dunkelheit bewegt, dabei wird viel und auffällig laut geredet, gepfiffen sogar. Es geht darum, Spannung abzubauen sobald aus der Schattenwelt die ersten Umrisse, die ersten Spuren auftauchen und man enger zusammenrückt. Niemand von uns wäre wohl allein so weit gegangen, aber zusammen wollen wir herausfinden, was sich im Dunkel der Geschichte verbirgt.

Jetzt ist die richtige Zeit, denn jetzt ist draußen Tag. Auf die Nacht will keiner von uns warten und so wird auch nicht viel geschlafen auf dem Scheunenboden oder in den Zelten jenseits des KZ-Geländes. Lieber sitzen wir am Lagerfeuer mit der Gitarre und erzählen. Auf unserer Reise durch die Vergangenheit gedenken wir der Opfer, damit wir selbst nicht zu Opfern werden oder zu Tätern. Aber für uns ist die Geschichte auch spannend. Wir können es wagen, neugierig zu sein, wenn wir uns auf uns verlassen, wenn wir zum Gegenteil dessen werden, das hier seine Spuren hinterlassen hat.

Der Zwangsarbeit setzen wir die selbstbestimmte Kunst entgegen. Aus Werkzeugen des Terrors machen wir Mittel zu Verständigung, das gilt für Hammer und Meisel ebenso wie für Mikrofon und Kamera. Unser Film soll kein Propagandafilm sein, er soll die Brüche zeigen, jene Möglichkeiten zum Einstieg, welche Geschichte, Gegenwart und Zukunft ineinander erzeugen zwischen Tourismus und Terror, Geld und Gedenken, Parkplatz und Prügelbock, Faschismus und Fahrradtour, Fabrik und Folterkeller, Zelten und Zwangsarbeit, Schrecken und Spaß.

MEHR: Projekthomepage „Selbstauslöser“